Finnland übernimmt Verantwortung für Asylbewerberd übernimmt Verantwortung für Asylbewerber

Finnland übernimmt Verantwortung für Asylbewerber

Finnland trägt mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern zur Entlastung des Migrationsdrucks auf Südeuropa und die Türkei bei. In der Praxis geschieht das nach den EU-Regelungen über EU-interne Umsiedlungen und Neuansiedlungen in der EU.

Turvapaikanhakijat - numeroin

Resettlement betrifft Syrer

Laut dem Abkommen zwischen der EU und der Türkei sind vom Resettlement lediglich syrische Staatsangehörige betroffen, die bereits in der Türkei leben. Im Rahmen dieser Vereinbarung hat Finnland seit Anfang April 11 syrische Staatsangehörige aufgenommen und zugesagt, der Türkei in diesem Jahr insgesamt 600 syrische Quotenflüchtlinge abzunehmen.

Nach dem Resettlement-Pakt soll für jeden aus Griechenland oder Italien abgeschobenen Syrer ein syrischer Flüchtling aus der Türkei von der EU aufgenommen werden. Neben Finnland sind Deutschland und die Niederlande die ersten EU-Länder gewesen, die syrische Flüchtlinge aus der Türkei übernommen haben. Finnland bewies seine Stärke, indem es ihm als einzigem Land gelang, alle Syrer termingerecht und absprachegemäß einzufliegen.

Die EU bereitet sich auf die Aufnahme von insgesamt etwa 72 000 syrischen Flüchtlingen aus der Türkei in die EU-Länder vor.

Schutzbedürftige stehen bei der EU-internen Umsiedlung im Vordergrund

Im Zuge der Umsiedlung innerhalb der EU hat Finnland seit Anfang April 259 Asylbewerber, 148 aus Italien und 111 aus Griechenland, empfangen. Insgesamt wurden bis März in der EU 1 061 solche Umsiedlungen durchgeführt; Finnlands Anteil beträgt somit etwa 20 Prozent.

Finnland hat sich verpflichtet, im Rahmen der EU-internen Umsiedlung im Laufe von zwei Jahren insgesamt etwa 3 200 Asylsuchende entgegen zu nehmen. Ihre Anträge werden auf die gleiche Art und Weise bearbeitet wie diejenigen aller übrigen Asylbewerber. Wenn allerdings eine im Rahmen der EU-internen Umsiedlung eingereist e Person Finnland verlässt und in einem anderen Staat Asyl beantragt, ist Finnland verpflichtet, die Person gemäß der Dublin-Verordnung zurückzunehmen.

Der Europäische Rat hat sich auf eine Umsiedlung innerhalb der EU von insgesamt 160 000 Asylbewerbern in einem Zeitraum von zwei Jahren geeinigt. Nach dem Rat haben Personen, die sich in einer gefährdeten Lage befinden, die oberste Priorität.

Mit der Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern demonstriert Finnland als Mitgliedsland sowohl gemeinschaftliche Verantwortung innerhalb der EU als auch Solidarität gegenüber Drittländern.